Michael Hüther, IW-Chef, gegen Schäuble-Vorschlag für Euro-Auszeit für Griechenland / Kritik an Verhandlungsführung der Bundesregierung!
Datum: Dienstag, dem 09. Februar 2016
Thema: Finanzierung News


Saarbrücken/Berlin (ots) - Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält die Idee von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, Anm.) für einen zeitweiligen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für untauglich, um die Probleme der Hellenen zu lösen.

"Die Befristung kann schon deshalb nicht glaubwürdig sein, weil Griechenland dann um jeden Preis in den Euro zurückgeholt werden müsste, man hätte das gleiche Problem wie heute", sagte Hüther der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Auch müssten die Griechen einen zusätzlichen Wohlstandsverlust verkraften, denn die neue Währung wäre deutlich weniger wert als der Euro.

"Obendrein sollen die Hellenen noch ein Anpassungsprogramm der EU schultern. Das soll klappen? Das ist sehr naiv", sagte Hüther. Sicher sei ein drittes Hilfspaket nicht einfach zu vermitteln.

"Aber es hilft nicht, frustriert zu sein. Damit kommt Griechenland garantiert nicht aus dem tiefen Tal heraus", meinte der Ökonom.

Mit dem vorgeschlagenen Reformpaket habe Ministerpräsident Tsipras seiner ganzen Polemik gegen die Sparpolitik selbst den Boden entzogen.

"Deshalb bin ich auch etwas über die harte Reaktion der Bundesregierung verwundert", sagte Hüther.

Pressekontakt:

Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

Zitiert aus http://www.presseportal.de/pm/57706/3069622, Autor siehe obiger Artikel.

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Saarbrücken/Berlin (ots) - Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält die Idee von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, Anm.) für einen zeitweiligen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für untauglich, um die Probleme der Hellenen zu lösen.

"Die Befristung kann schon deshalb nicht glaubwürdig sein, weil Griechenland dann um jeden Preis in den Euro zurückgeholt werden müsste, man hätte das gleiche Problem wie heute", sagte Hüther der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe).

Auch müssten die Griechen einen zusätzlichen Wohlstandsverlust verkraften, denn die neue Währung wäre deutlich weniger wert als der Euro.

"Obendrein sollen die Hellenen noch ein Anpassungsprogramm der EU schultern. Das soll klappen? Das ist sehr naiv", sagte Hüther. Sicher sei ein drittes Hilfspaket nicht einfach zu vermitteln.

"Aber es hilft nicht, frustriert zu sein. Damit kommt Griechenland garantiert nicht aus dem tiefen Tal heraus", meinte der Ökonom.

Mit dem vorgeschlagenen Reformpaket habe Ministerpräsident Tsipras seiner ganzen Polemik gegen die Sparpolitik selbst den Boden entzogen.

"Deshalb bin ich auch etwas über die harte Reaktion der Bundesregierung verwundert", sagte Hüther.

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